Gute Mutter, guter Vater sein: Was bedeutet das?

Was macht eine gute Mutter oder einen guten Vater aus?

Die Frage, ob man eine gute Mutter oder ein guter Vater ist, taucht oft dann auf, wenn es dem Kind nicht gut geht. In solchen Momenten schleichen sich gerne Schuldgefühle ein: „Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich schuld?“ Diese Gedanken sind so verständlich. Eltern wollen ihr Kind beschützen, und wenn es leidet, fühlt es sich oft so an, als hätte man versagt. Doch das hat man nicht.

Neulich meinte eine Mutter zu mir: „Mein Sohn war heute so traurig. Und sofort hatte ich das Gefühl, dass ich es hätte verhindern müssen.“ Doch Kinder erleben Herausforderungen – das gehört zu ihrem Wachstum. Vielleicht sollten wir uns diese Frage stellen: „Mache ich es gerade so gut, wie ich es kann?“

Was bedeutet es, das Richtige zu tun?

Gute Eltern zu sein bedeutet nicht, perfekt zu sein. Es geht darum, für sein Kind da zu sein – mit Liebe, Geduld und auch mit unseren Fehlern. Denn auch wir Eltern sind Menschen. Unsere Gefühle sind ein Kompass, aber nicht immer die Wahrheit.

Ein Vater meinte: „Ich liebe meine Tochter über alles, aber manchmal, wenn ich erschöpft bin, reagiere ich gereizt, sage Dinge, die ich nicht meine, und fühle mich danach blöd.“ Diese Momente gehören dazu. Niemand ist rund um die Uhr ausgeglichen – und das ist völlig in Ordnung. Was zählt, ist, dass wir uns immer wieder besinnen und unser Kind mit liebevollem Blick sehen, selbst wenn es uns schwerfällt.

Die Bedürfnisse des Kindes verstehen

Manchmal sehen wir nur das Verhalten unserer Kinder, aber nicht, was dahintersteckt. Wenn wir uns fragen: „Was braucht mein Kind gerade wirklich?“, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Elternsein bedeutet, aufmerksam hinzuschauen, aktiv zuzuhören und stets aufs neue Verständnis zu zeigen.

Wenn Eltern selbst kämpfen

Es gibt Zeiten, in denen Eltern nicht so für ihre Kinder da sein können, wie sie es sich wünschen – sei es durch psychische Belastungen, Erschöpfung oder eigene schwierige Erfahrungen. Das kann sich anfühlen wie ein Versagen, aber das ist es nicht. Es zeigt nur, dass man selbst Unterstützung braucht.

Kinder dürfen glücklich sein – und wir auch. Wenn unser Ziel ist, dass unsere Kinder einmal ein erfülltes Leben führen, dann können wir ihnen das am besten vorleben. Ich habe irgendwann verstanden: „Wenn ich will, dass mein Kind glücklich ist, dann muss ich selbst daran arbeiten, zufrieden zu sein.“ Seit mir das bewusst ist, tue ich genau das – Schritt für Schritt. Und es gelingt mir immer besser.

Geduld mit sich selbst haben

Elternsein ist ein Weg. Und auf jedem Weg gibt es Stolpersteine. Gute Eltern sind nicht die, die keine Fehler machen, sondern die, die bereit sind, daraus zu lernen. Manchmal reicht es, einfach nur einen kleinen Schritt nach vorne zu machen.

Neulich meinte eine Mutter zu mir: „Ich dachte immer, ich müsste alles sofort richtig machen. Aber dann habe ich gemerkt: Mein Kind gibt mir so viele Chancen, es beim nächsten Mal besser zu machen.“ Was für eine schöne Erkenntnis.

Vorbild sein – auch das ist erlernbar

Kinder lernen nicht durch Worte, sondern durch das, was wir vorleben. Und das bedeutet nicht, dass wir perfekt sein müssen. Es reicht, bewusst zu sein. Sich zu bemühen. Und auch zu zeigen, dass wir selbst Fehler machen und daraus lernen.

Selbstreflexion: Ein Weg zu gelungener Elternschaft

Gute Eltern nehmen sich Zeit, sich selbst zu hinterfragen, ihr Verhalten zu reflektieren und mit ihrem Kind gemeinsam zu wachsen. Niemand muss alle Antworten haben. Und es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Unterstützung zu holen – es zeigt nur, dass man für sein Kind da sein will.

Eigene Themen annehmen

Unsere Vergangenheit beeinflusst oft, wie wir erziehen. Wer selbst eine strenge Kindheit hatte, neigt vielleicht dazu, besonders locker zu sein. Oder wer wenig Liebe erfahren hat, hat vielleicht Angst, seinem Kind nicht genug zu geben.

Ein Vater gestand mir einmal: „Ich habe gemerkt, dass ich meinem Sohn kaum Regeln gebe, weil ich selbst so streng erzogen wurde. Ich dachte, ich tue ihm etwas Gutes – bis mir klar wurde, dass er eigentlich Orientierung braucht.“

Sich selbst zu verstehen, ist ein Geschenk – für uns und für unsere Kinder.

Gemeinsam wachsen – mit Geduld, Liebe und Ehrlichkeit

Gute Eltern begleiten ihre Kinder, und manchmal leiten sie sie. Sie wachsen mit ihnen, lernen aus Herausforderungen und erkennen, dass es in Ordnung ist, Hilfe zu suchen und über Zweifel zu sprechen. Vor allem wissen sie: Liebe bleibt spürbar – auch in schwierigen Momenten. Es darf Phasen geben, in denen das „Gernhaben“ schwerfällt. Wichtig ist, sich dann selbst mit Mitgefühl zu begegnen.

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