Psychische Erkrankungen bei Teenagern: So können Eltern die ganze Familie unterstützen

Familie steht Hand in Hand im Nebelwald, umgeben von sanften Herbstfarben und Bäumen, was eine friedliche und nostalgische Stimmung vermittelt.

Wenn das eigene Kind leidet – und die ganze Familie mit betroffen ist

Dein Kind zieht sich immer mehr zurück, ist niedergeschlagen oder von Ängsten geplagt? Vielleicht hast du schon bemerkt, dass sich nicht nur dein Teenager verändert, sondern dass diese Situation auch dich und die gesamte Familie belastet. Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Essstörungen wirken sich oft auf das gesamte Familiensystem aus. Doch anstatt nur auf dein Kind zu schauen, kann ein anderer Ansatz hilfreich sein: Veränderung beginnt oft bei den Eltern.


Warum psychische Erkrankungen die ganze Familie betreffen

Eine Familie funktioniert wie ein Mobile – sobald sich ein Teil bewegt, geraten auch die anderen in Schwingung. Wenn ein Teenager mit Depressionen oder Ängsten kämpft, zieht das oft Reaktionen der Eltern und Geschwister nach sich. Man sorgt sich, passt sich an, versucht zu helfen. Doch manchmal verstärken genau diese gut gemeinten Reaktionen die Probleme:

  • Überbehütung: Eltern möchten ihr Kind schützen, aber übermäßige Vorsicht kann Ängste verstärken.
  • Überforderung: Wer ständig versucht, alles richtig zu machen, gerät in eine emotionale Erschöpfung.
  • Missverständnisse: Wenn ein Teenager sich zurückzieht, empfinden Eltern das oft als Abweisung – dabei fehlt es dem Kind vielleicht „nur“ an Energie.

Es geht nicht darum, Schuldfragen zu klären. Viel wichtiger ist es zu erkennen, dass jede Veränderung in der Familie eine Dynamik mit sich bringt. Und dass Eltern aktiv eingreifen können, um den Heilungsprozess zu unterstützen.


Was du als Elternteil konkret tun kannst

Anstatt nur auf die Symptome des Kindes zu reagieren, kannst du selbst einen positiven Einfluss auf die Situation nehmen. Erste wichtige Ansätze sind:

1. Eigene Emotionen reflektieren

Wie gehst du mit der Situation um? Fühlst du dich hilflos, überfordert oder vielleicht sogar wütend? Diese Gefühle sind normal – doch es kann helfen, sich bewusst mit ihnen auseinanderzusetzen, anstatt sie nur zu unterdrücken.

2. Kommunikationsmuster überdenken

Vielleicht fragst du dein Kind ständig: „Geht es dir besser?“, in der Hoffnung, eine positive Antwort zu bekommen. Doch manchmal fühlen sich junge Menschen dadurch unter Druck gesetzt. Stattdessen kann es hilfreicher sein zu sagen: „Ich bin hier, wenn du reden möchtest.“

3. Unterstützung annehmen

Du musst nicht alles allein bewältigen. Der Austausch mit anderen betroffenen Eltern, professionelle Beratung oder therapeutische Begleitung können eine enorme Entlastung sein – nicht nur für dein Kind, sondern auch für dich selbst.


Alternative Wege, wenn klassische Lösungen nicht helfen

Nicht jeder Teenager ist bereit, über seine Probleme zu sprechen oder eine Therapie zu beginnen. In solchen Fällen können sanftere Ansätze hilfreich sein:

  • Gemeinsame Naturerfahrungen: Bewegung draußen kann helfen, ohne Druck ins Gespräch zu kommen.
  • Kreative Ausdrucksformen: Schreiben, Zeichnen oder Musik bieten Wege, Emotionen zu verarbeiten, ohne direkt darüber sprechen zu müssen.
  • Eltern-Supervision: Manchmal verbessert sich die Situation bereits, wenn Eltern lernen, anders mit ihr umzugehen. Bei „Trail to Life“ biete ich genau diese Form der Begleitung an.

Manchmal braucht es neue Perspektiven, um aus festgefahrenen Mustern auszubrechen.


Fazit: Kleine Veränderungen können viel bewirken

Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen sind eine Herausforderung – für das Kind, aber auch für die ganze Familie. Doch anstatt hilflos zu verharren, kannst du als Elternteil aktiv an der Dynamik mitarbeiten. Kleine Veränderungen in deinem eigenen Verhalten können den Weg für dein Kind erleichtern und auch dein eigenes Wohlbefinden verbessern.

Falls du Unterstützung suchst, um deine Familie durch diese Phase zu begleiten, kannst du mich hier kontaktieren.

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