
Über mich
Hallo. Ich bin Martin.
Ich arbeite seit 2008 als Psychologe — meistens mit Eltern, die überfordert sind, mit Jugendlichen, die sich verschlossen haben, und mit jungen Erwachsenen, die nicht wissen, wo sie gerade stehen. Per Video, aus einem Holzhaus im mittelschwedischen Wald, in drei Sprachen.
Wie ich hierhergekommen bin
Achtzehn Jahre. Drei Länder. Ein ziemlich klarer Fokus.
Ich habe in Salzburg Psychologie studiert. Die ersten Klient:innen kamen 2008 — und es war schon damals klar, dass Jugendliche und ihre Familien das sind, wofür ich hier bin.
Die Jahre in der Kinder- und Jugendpsychiatrie haben mir beigebracht, was kein Seminar vermittelt. Wie Familien aussehen, wenn sie gerade am Limit sind. Wie viel Stärke oft da ist, wo man nur Überforderung sieht. Und dass Diagnostik zwar ihren Platz hat, Präsenz aber meistens das Wichtigere ist.
2012 kam die Zulassung als Klinischer Psychologe in Österreich. In den Jahren danach habe ich eine Zeit lang intensiv mit Familien zuhause gearbeitet — nicht in einer Praxis, sondern bei ihnen im Wohnzimmer. Wenn du dort sitzt, siehst du Dinge, die in keinem Praxisgespräch auftauchen. Und verstehst plötzlich, warum bestimmte Dynamiken funktionieren, wie sie funktionieren.
2019 bin ich nach Schweden gezogen und habe dort die Zulassung als Legitimerad Psykolog bekommen. Der Umzug hatte persönliche Gründe. Beruflich hat er ausgerechnet zu einer Erleichterung geführt: Video-Gespräche wurden zum Normalfall — und ich habe gemerkt, dass sie nicht nur ein Notbehelf sind. Menschen sind zuhause oft ehrlicher als im Sprechzimmer.
Heute arbeite ich aus einem Holzhaus im mittelschwedischen Wald mit Menschen in Österreich, Deutschland und Schweden. Per Video, in drei Sprachen, meistens mit Familien.
Lieber hören als lesen
Anderthalb Minuten, ungeschnitten.
Etwas, das zählt
Fünf Kinder — und was das mit meiner Arbeit zu tun hat.
Ich habe fünf Kinder. Das macht mich nicht klüger als andere Psycholog:innen. Aber es macht mich zu jemandem, der weiß, wie sich ein Mittwochabend halb acht anfühlt, wenn gleichzeitig einer Mathe-Hausaufgaben hasst, eine sich nicht mehr ausziehen will für die Dusche, und eine gerade ihre erste Beziehung entdeckt hat.
Ich sitze nicht in einer Praxis, die irgendwo von der Welt abgekoppelt ist. Ich kenne die Küchen, von denen Eltern mir erzählen. Ich kenne das Gefühl, am nächsten Tag wieder funktionieren zu müssen, obwohl die Nacht kurz war. Ich kenne die Momente, in denen man denkt: Ich hab heute falsch reagiert — und gleichzeitig nicht weiß, was die richtige Reaktion gewesen wäre.
Das bedeutet nicht, dass ich auf alles eine Antwort habe. Es bedeutet: Wenn du mir erzählst, wie es bei dir läuft, muss ich nicht aus einem Lehrbuch übersetzen. Ich weiß ungefähr, wovon du sprichst.
Damit du weißt, mit wem du redest
Wer ich bin — und wer nicht.
Ich bin einer, der Pausen aushält.
Nicht einer, der sie schnell füllt.
Ich bin einer, der nachfragt.
Nicht einer, der abnickt.
Ich bin der, der dich versteht, bevor wir anfangen zu benennen.
Nicht der, der dich diagnostiziert.
Ich bin einer, der mit Eltern normal redet.
Nicht von oben herab, nicht übertrieben vorsichtig.
Ich bin einer, der Jugendlichen zutraut, selbst zu wissen, was sie fühlen.
Nicht einer, der ihnen erklärt, wie es gerade in ihnen aussieht.
Wie ich arbeite
Nicht mit Techniken. Mit Klarheit.
Ich glaube nicht, dass Menschen mit einem Handwerkskoffer voller Techniken repariert werden. Ich glaube, dass die meisten das, was sie belastet, selbst am besten kennen — sie trauen sich nur nicht immer, hinzusehen. Meine Arbeit ist, mit dir hinzuschauen, bis das, was sich unklar angefühlt hat, eine Form bekommt. Erst dann verändert sich etwas. Nicht durch Anleitung, sondern durch Klarheit.
Fachlich orientiere ich mich an psychodynamischem und systemischem Denken. Das heißt: Ich nehme ernst, dass vieles, was dich heute schwer belastet, eine Geschichte hat. Und dass du selten ein isoliertes Individuum bist, sondern Teil eines Systems — meistens einer Familie — in dem dein Verhalten Sinn ergibt, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.
In der Praxis heißt das: Ich stelle viele Fragen. Ich urteile nicht. Ich nehme mir Zeit, bevor ich etwas sage. Und wenn ich dir etwas sage, dann weil ich glaube, dass es stimmt — nicht weil es freundlich klingt.
Das Formale
Zulassungen, Studium, Sprachen.
Zugelassen als Klinischer Psychologe in Österreich (seit 2012, Berufsverband Österreichischer Psycholog:innen) und als Legitimerad Psykolog in Schweden (seit 2019, Sveriges Psykologförbund). Für Klient:innen in Deutschland erbringe ich nach Marktortprinzip psychologische Beratung — keine Heilbehandlung im Sinne des HeilprG oder PsychThG.
Studium an der Universität Salzburg (Magister Psychologie). Über 750 Stunden dokumentierte Supervision in den frühen Berufsjahren. Laufende Fortbildung.
Arbeitssprachen: Deutsch (Muttersprache), English, Svenska.
Wenn du soweit bist
Du kennst mich jetzt schon ein Stück.
Ob ich die richtige Begleitung für dich bin, weißt du besser als ich — aber wir können das in einem kurzen Gespräch herausfinden.
Drei Zeilen reichen.